Magersucht-Online

Informationen zu Magersucht - von Betroffenen für Betroffene

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Home Informationen zu Magersucht Medikamente, die von Magersüchtigen missbraucht werden

Medikamente, die von Magersüchtigen missbraucht werden

E-Mail Drucken PDF
Benutzerbewertung: / 0
SchwachPerfekt 

Oft versuchen Magersüchtige, die Gewichtsabnahme durch Medikamente zu beschleunigen. Ihnen geht es dabei nur um die kurzfristige Wirkung; die Langzeitfolgen und die Nebenwirkungen, die durch solche Medikamente verursacht werden können, verdrängen sie dabei. Viele dieser Medikamente sind verschreibungspflichtig und dürfen nur unter ärztlicher Kontrolle verwendet werden. Vom Arzt verordnet und/oder bei nur gelegentlicher Einnahme sind diese Medikamente natürlich sinnvoll, z.B. soll hier nicht die Wirkung von Abführtee geleugnet werden. Wenn Sie aber bei einer Person, von der Sie annehmen, dass sie unter einer Essstörung leidet, eines der folgenden Arzneimittel finden, ist Vorsicht geboten.

Mittel wie Recatol N, Xenical oder Reductil sind verschreibungspflichtig und werden zur Behandlung von extremem Übergewicht eingesetzt. "Reductil" ist rezeptpflichtig, kann aber nicht auf Kassenkosten verordnet werden. Der Preis für die Packung mit 28 Kapseln liegt derzeit bei durchschnittlich 68 €.

Mittel wie Laxoberal, Dulcolax, Bekunis Tee, Sennesblättertee, Heumann Abführtee, Bad Heilbronner Abführtee oder Glaubersalz wirken abführend und dürfen keinesfalls ohne ärztliche Aufsicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Der Missbrauch von Abführmitteln führt zu schwerwiegenden Schäden des Verdauungssystems und des Stoffwechsels. Es kommt oft zu Abhängigkeiten von Abführmitteln.

Mittel wie Lasix, Biofax, Wassertabletten, "Spargel dich fit" reduzieren lediglich den Wassergehalt im Körper und führen zu Störungen des Stoffwechsels und des Elektrolythaushalts. Schwere Dehydrierung kann die Folge sein.

Darüber hinaus gibt es natürlich eine Unmenge von Wundermitteln, die zu hanebüchenen Preisen in einschlägigen Illustrierten angeboten werden. Man kann diesen Mitteln aber zugute halten, dass sie zwar wirkungslos, aber dafür auch nicht gefährlich sind, vom Preis mal abgesehen.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 04. Juli 2010 um 19:49 Uhr  

Kommentar schreiben

Die Kommentarfunktion soll zur Diskussion des jeweiligen Artikels dienen. Bitte beachten Sie, dass wir Kommentare nicht notwendigerweise beantworten oder Beratung über die Kommentarfunktion anbieten können. Zum Austausch mit anderen Betroffenen und Angehörigen nutzen Sie bitte unsere Kommunikationsangebote unter hungrig-online.de. Kommentare mit Fragen zu Größe und Gewicht werden in der Regel gelöscht.

Sicherheitscode
Aktualisieren

Über uns

Magersucht-Online und Bulimie-Online sind Informationsangebote des Hungrig-Online e.V. zum Thema Essstörungen.
Hungrig-Online e.V.
Postanschrift:

Postfach 1905
91009 Erlangen
Vorstand:
Dr. rer. nat. Miriam Liedvogel, Dr. phil. Maike Reimer, Alexandra Schneider, Tobias Kaiser, Birte Burmester
Spendenkonto:
Kt.-Nr. 3973
BLZ 76350000
Sparkasse Erlangen
Spendenquittungen zur Vorlage beim Finanzamt können ausgestellt werden.

Hungrig-Online e.V. ist Mitglied im
BFE-Logo


Neueste Kommentare